Early Life Care- Kompetenzbereiche

Ethische Reflexion und Handlungskompetenz

 

Ethik ist eine reflexive Wissenschaft. Sie setzt voraus, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen und eine Form von „Helikopterperspektive“ einzunehmen, um zu erkennen: Wo beschreibe ich? Wo bewerte ich? Welche Haltung nehme ich ein?

Nach welchen Kriterien treffe ich Entscheidungen oder gebe Empfehlungen und aufgrund von welchen Normen und Werten?

 

Ethik hat die Aufgabe, über die moralischen Vorstellungen hinweg der Entscheidungsfindung zu helfen und einen gemeinsamen Konsens zu finden. Die ethische Entscheidungsfindung ist durch eigene Werte und Normen geprägt, sie ist abhängig davon, welchen moralischen Status wir jemanden (z.B. einem Embryo) zuschreiben. (Baumann-Hölzle & Wils, 2013).

In der Begleitung von Familien ist Wissen über Grundlagen zur ethischen Entscheidungsfindung von großer Bedeutung. Durch naturwissenschaftliche, technologische Fortschritte in der Medizin stehen werdende Eltern mit ihren Kindern vor enormen neuen Herausforderungen und Entscheidungen. Dieser Fortschritt bringt zunehmend höchst schwierige Situationen und ethische Dilemmata mit sich. Fachpersonen im Early Life Care Bereich sind daher stark gefordert, Familien in diesem Bereich entsprechend zu unterstützen und zu begleiten. Daher bildet das Basiswissen über Ethik und Medizinethik, das Grundwissen über integrative Verantwortungsethik sowie Methoden zur ethischen Entscheidungsfindung und die Fähigkeit zur ethischen Reflexion zur Orientierung unserer Handlungen ein Grundelement des Early Life Care Studiengangs. (Baumann-Hölzle & Wils, 2013). Eine ethisch-reflektierte Grundhaltung ermöglicht die notwendige Reflexion und eine nicht-manipulative, wertschätzende und respektvolle Verhaltensweise in der Beratung und Begleitung von Familien.

 

Selbstkompetenz

 

Selbstreflexion

„Um zu reflektieren, muss der Geist in seiner fortschreitenden Tätigkeit einen Augenblick stillstehen, das eben vorgestellte in eine Einheit fassen, und auf diese Weise, als Gegenstand sich selbst entgegenstellen.“

(von Humboldt, zitiert nach Stock & Riebenbauer, 2014; 2)

Die Fähigkeit zur Selbstreflexion lässt uns selbstkritisch handeln und zeigt die eigenen Stärken, Schwächen, Ressourcen, Fähigkeiten und Emotionen auf. In der Versogung und Begleitung von Familien, welche sich in einer hochbelastenden Situation befinden, ist Selbstreflexion von großer Bedeutung. Es ist hilfreich, sich immer wieder durch kurzes „Innehalten“ bewusst zu werden, ob und welche eigenen Gefühle, wie zum Beispiel Verletzlichkeit, Betroffenheit, oder eigene „Triggerpunkte“, die in der Interaktion und in der Kommunikation entstehen können, aktiviert werden. Die Fähigkeit der Selbstreflexion bezieht sich nicht nur in Bedeutung auf den Begleitungskontext der Familien, sondern auch auf die Zusammenarbeit und Kooperation mit den involvierten Fachbereichen.

 

Sozialkompetenz

„Soziale Kompetenz lässt sich als umfassendes Konzept von Verhaltensweisen und Handlungsstrategien verstehen, die einem Menschen dazu verhelfen, kontakt- und kommunikationsfähig zu sein, eigene Belange gewandt zu vertreten, ohne andere zu manipulieren, sich in die Gedankenwelt des Gegenübers einzufühlen, ohne eigene Wünsche und Ziele aus den Augen zu verlieren.“ (Schulz, 2010; 362)

Soziale Kompetenz bezieht sich auf menschliches Handeln, Fühlen, Denken sowie Haltung und erfordert ein gesundes, positives Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Authentizität und eine angemessene Selbsteinschätzung. Das Bewusstsein eigener Fähigkeiten und Grenzen, die Selbstachtsamkeit und das Haushalten mit eigenen Ressourcen sowie die Akzeptanz und eine wertschätzende Haltung gegenüber Mitmenschen, KlientInnen oder KollegInnen bilden das Fundament, auf dem soziale Kompetenz aufbaut. Das bedeutet auch, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, sich der Auswirkungen des eigenen Handelns immer wieder bewusst zu werden, sich für seine persönlichen Werte und Ziele einzusetzen und dabei aber auch kritikfähig und kompromissbereit in der Zusammenarbeit zu sein. Es gilt eine Balance zwischen der Selbstsorge und Fremdsorge sowie in der Selbstverantwortung und Fremdverantwortung zu meistern. (Schulz, 2010) Diese Fähigkeiten formen eine innere Haltung, die auch im dialogischen Geschehen in der Begleitung und Beratung mit Familien von Bedeutung ist. Sie beinhaltet Interesse und Neugier am anderen, getragen durch das Bewusstsein des eigenen „Nicht-Wissens“.

Methodenkompetenz

Die Methodenkompetenzen beziehen sich auf die Implementierung und Umsetzung der jeweiligen Konzepte in den unterschiedlichen Einsatzbereichen. Grundlagenwissen aus dem Projektmanagement wie Informationsmanagement, Zeitmanagement, der Umgang mit Widerständen, die Erstellung einer Risiko- und Stakeholder-Analyse und das Nachhalten mit diesen sind für eine effektive Implementierung von Bedeutung. (Klingenberger, 2017)

 

Fachkompetenz

Fachkompetenz wird definiert als Fähigkeit „fachbezogenes und fachübergreifendes Wissen zu verknüpfen, zu vertiefen, kritisch zu prüfen sowie in Handlungszusammenhängen anzuwenden. Es handelt sich um rein fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse, welche im Rahmen einer Ausbildung erworben und durch Fort- bzw. Weiterbildung erweitert werden.“ (Nissen, 2020) Early Life Care Consultants verfügen über ein breites, interdisziplinäres Basiswissen im Bereich der prä-, peri- und postnatalen Psychologie und Medizin.

Basiswissen über Erkenntnisse der Epigenetik

Unter dem Begriff „Epigenetik“ versteht man erhebliche, stabile Veränderungen der Genaktivität. In der DNA-Sequenz selbst sind diese Veränderungen nicht kodiert. (Levenson & Sweatt, 2005) Die Epigenetik reguliert durch den Aspekt der „Gen-Umwelt-Interaktion“, wann und in welchem Ausmaß die DNA besser oder schlechter abgelesen wird und stellt somit eine übergeordnete Ebene der genetischen Regulation dar. Durch diese Flexibilität des Erbguts ist eine Anpassung an die jeweiligen Umweltbedingungen möglich. Es bestehen Hinweise, dass diese Veränderungen auch auf Nachfolgegenerationen (Konzept der transgenerationalen epigenetischen Vererbung) übertragen werden können. (Bock, 2019) In spezifischen, sensiblen Zeitfenstern der prä-, peri- und postnatalen Entwicklung modellieren Lern- und Erfahrungsprozesse die genetischen und molekularen Entwicklungsprogramme und wirken sich auf die Gehirn- und Verhaltensentwicklung eines Kindes aus.  Frühkindlicher, postnataler Stress aufgrund einer intensivtherapeutischen Versorgung, traumatischer Erlebnisse oder durch Störungen der Eltern-Kind-Bindung kann eine Fehlentwicklung im limbischen System und präfrontalen Kortex verursachen und somit zu Verhaltensauffälligkeiten oder psychopathologischen Symptomen führen. (Bock, 2018) Daher bedarf es einer besonders umfassenden, fürsorglichen und unterstützenden Begleitung von belasteten Familien zur Bewältigung schwieriger und herausfordernder Lebensphasen.

Neben den Bindungs- und Interaktionserfahrungen als Einflussfaktor auf die Epigenetik zählt auch maßgeblich die Ernährung einen weitreichenden Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes. Zum Beispiel wird das Risiko für chronische Darmerkrankungen, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Mittelohrentzündungen sowie Leukämie durch das Stillen reduziert. (Koletzko, zit. Nach Gießelmann, 2016) Dazu führt Stillen auch zu zahlreichen Vorteilen für die Gesundheit der Mutter. Stillende Mütter haben ein geringeres Risiko an Eierstockkrebs und Brustkrebs zu erkranken und die Ausschüttung von Oxytocin und Prolaktin während der Stillzeit wirken sich stabilisierend auf die Psyche der Mutter aus. (Biancuzzo, 2005)

Kompetenzen der Beratung und Therapie in der frühen Kindheit

Das Bewusstsein der eigenen Grenzen im fachlichen Kompetenzbereich sowie in Bezug auf die eigenen persönlichen Fähigkeiten, Schwächen und Stärken sind dafür essentiell. Selbsterfahrungs- und Körperübungen, Fallarbeit und Supervision sind dabei hilfreiche Methoden, um Beratungsfähigkeiten zu vertiefen und zu schulen. (Kruppa, 2018) Ziele einer Beratung und Begleitung von Familien ist es, dabei zu unterstützen, aus sich selbst heraus individuelle Ziele, Lösungsstrategien und Handlungsmöglichkeiten zu generieren, sie dadurch in ihrem Kompetenz- und Selbstwirksamkeitserleben zu stärken, gemeinsam Ressourcen zu lokalisieren sowie die elterliche Feinfühligkeit zu fördern.

Kenntnisse über entwicklungspsychologische Grundlagen und Verhaltensbeobachtung der Eltern-Kind-Interaktion

Die Verhaltensbeobachtung zur Einschätzung der Eltern-Kind-Interaktion und der elterlichen Feinfühligkeit, Kenntnisse zur Förderung der elterlichen Beziehungs- und Erziehungskompetenz, sowie entwicklungspsychologische Grundlagen in Bezug auf die Beziehungsentwicklung von Säuglingen zu ihren Bindungspersonen sind zentrale Kompetenzen in der psychosozialen Beratung. (Ziegenhain, Gebauer, Ziegel, Künster, & Fegert, 2016) Das Erkennen der sogenannten „Feinzeichen eines Babys“ sind von Bedeutung, um die Passung und Reaktion der Eltern auf die kindlichen Signale einschätzen zu können und die Eltern darauf aufmerksam zu machen zur Förderung der elterlichen Feinfühligkeit und einer sicheren Bindungsentwicklung.

Erkennung psychischer Störungen und psychiatrischer Erkrankungen

Der Übergang zur Elternschaft zählt zu den „kritischen Lebensereignissen“ und birgt eine Chance für positive Entwicklung durch Problembewältigung, aber auch ein Risiko für Fehlanpassungen und Störungen. Das Acht-Phasenmodell des Übergangs zur Elternschaft nach Gabriele Gloger-Tippelt (1988) fasst diesen Prozess zusammen und zeigt auf, welche enormen, einschneidenden Veränderungen und großen Herausforderungen es in der Zeit der Schwangerschaft und nach Geburt zu bewältigen gilt. Je nach Ressourcen und Resilienz eines jeweiligen Familiensystems können diese Herausforderungen und die Anpassung auf diese Veränderungen bewältigt werden oder weniger gut gelingen. Eine frühe Erkennung dieser Störungen ist nötig, um spätere kritische Entwicklungen zu verhindern. Eine Erfassung von Risiken bereits in der Schwangerschaft ist daher von großer Bedeutung und kann kritischen Entwicklungen durch das Einleiten weiterer Maßnahmen und unter Einbeziehung psychotherapeutischer oder psychiatrischer Begleitung entgegenwirken. (Stadlmeyer et al., 2009)

Kenntnisse über Fähigkeiten der Selbstregulation und Regulationsstörungen der frühen Kindheit

Posner und Rothbart definieren Selbstregulation als ein Verhalten, das die kognitiven, sozialen und emotionalen Anforderungen einer spezifischen Situation steuert. (Posner & Rothbart, 2000)

Aufgabe der Eltern ist es, möglichst feinfühlig auf die Bedürfnisse ihres Kindes zu reagieren und wahrzunehmen, wo seine selbstregulativen Fähigkeiten vorhanden sind und wo sie ihr Kind durch Co-Regulation unterstützen müssen. Feinfühligkeit ist die Fähigkeit, die Signale eines Kindes passend zu interpretieren und auf diese entsprechend angemessen, unter Berücksichtigung des individuellen Entwicklungsstandes eines Kindes sowie in Bezug auf die Situation, prompt und angemessen zu reagieren. (Ainsworth, 1977) Das Ausmaß der elterlichen Feinfühligkeit ist unterschiedlich entwickelt. Bei hoher Feinfühligkeit können in Interaktionen zwischen Eltern und Kind Momente positiver Gegenseitigkeit entstehen. Diese positiven Erfahrungen stärken das elterliche Selbstvertrauen und Kompetenzgefühl und führen beim Kind zu emotionaler Sicherheit. (Benz & Scholtes, 2015)

Werden Bedürfnisse eines Kindes durch weniger Feinfühligkeit oder weniger ausgeprägte intuitive Kompetenzen der Eltern nicht erkannt oder missverstanden, entstehen Kreisläufe negativer Gegenseitigkeit. (Papousek, 2015) Zusätzlich spielen die Erwartungen und das Temperament der Eltern sowie das Temperament und die Selbstregulationsfähigkeiten des Kindes eine Rolle, ob Prozesse von Bedürfniserkenntnis, passender Bedürfnis-Beantwortung und Anpassung mehr oder weniger gut gelingen. Entstehen gehäuft Missverständnisse und nicht gelungene Interaktionsmomente, wirkt sich das durch vermehrte Unzufriedenheit des Kindes und durch erhöhte Stressbelastung der Eltern aus. Diese Belastungen verstärken wiederum die negativen Kreisläufe und beeinträchtigen die Selbstregulation des Kindes und die Eltern-Kind-Beziehung. (Benz & Scholtes, 2015) Extreme Ausprägungen normaler Entwicklungskrisen bedeuten besonders erhöhte Anforderungen an die elterlichen Kompetenzen und bedürfen daher einer frühen Begleitung und Unterstützung durch eine entsprechende Beratung, um die Verfestigung von schwierigen Interaktionsmustern und die Ausbreitung auf andere Entwicklungsbereiche zu reduzieren.

 

Verständnis und Grundlagenwissen für den Ansatz von Forschung

Wissenschaftliches Arbeiten, Forschung und Evidenz sind die Grundlage für die Entwicklung von Projektideen, innovativen Konzepten und Qualitätsentwicklung. Forschung und Wissenschaft aktivieren kreative Denkprozesse und lassen neue Projektideen entstehen. Dadurch werden wiederum neue Felder für die Forschung und Wissenschaft eröffnet und somit wird ein Kreislauf für Weiterentwicklung und Veränderung ermöglicht. Wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse und Methoden bilden die Basis für die Anwendung der Konzepte und sind für die Umsetzung und Evaluierung im Verlauf von Bedeutung. Dabei gilt es Evidenz und Erfahrungswerte zu unterscheiden sowie diese ideologiefrei und reflektiert darzustellen und entsprechend zu argumentieren. (ELC, 2020)

 

Feldkompetenz

 

Netzwerkarbeit

Die Bundesinitiative Frühe Hilfen definiert Netzwerk als ein „komplexes, soziales Beziehungsgefüge, dessen kommunikativer Kernprozess Reziprozitätskommunikation zwischen den Akteuren darstellt und das nach Selbstorganisationsprinzipien operiert.“ (Ochs, Orban, Crone & Ling; 27) Die Bedeutung des Begriffs „Reziprozität“ wird weiter folgend erklärt: „Reziprozität ist Wechselseitigkeit und bedeutet das mehr oder weniger ausgeglichene „Geben und Nehmen“ von Leistungen und das Anerkennen von Leistungen durch die unterschiedlichen Netzwerkakteure.“ (Ochs et al.; 37)

Es entsteht für die NetzwerkpartnerInnen also eine sogenannte „Win-win-Situation“ (Nutzen für beide Seiten). Beim Aufbau eines effektiven Netzwerks spielen eine gute Kommunikation, eine vertrauensvolle Basis und Beziehung eine zentrale Rolle. Ein gut funktionierendes Netzwerk schafft einen Mehrwert für alle Beteiligten, indem herausfordernde Situationen kooperativ bewältigt werden können, die Sicherheit der AkteurInnen durch eine ganzheitliche Betrachtung von Lebenssituationen gefördert wird und ein besseres Verständnis und eine bessere Kommunikation unter den verschiedenen Berufsgruppen entsteht, wodurch die betroffenen Zielgruppen profitieren. (Wucher & Rinner, 2019) In Bezug auf die Implementierung eines psychosozialen Beratungsangebots in Kinderarztpraxen spielt eine gelingende Netzwerkarbeit mit weiteren Versorgungssystemen sowie eine erfolgreiche Kooperation innerhalb der Kinderarztpraxis eine wesentliche Rolle.

 

Kooperation

Unter Kooperation wird laut NZFH ein „zweckgerichtetes Zusammenwirken von Personen, Organisationen und/oder Systemen zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels“ verstanden. (Wucher & Rinner, 2019) Durch eine gelungene Kooperation können Kräfte gebündelt und Synergieeffekte erzielt werden. Dabei ist besonders die Transparenz, Verlässlichkeit, Verbindlichkeit, Klarheit, offene Kommunikation und die Entwicklung einer Vertrauensbeziehung unter den KooperationspartnerInnen essentiell. Gemeinsame Verantwortungsübernahme, Ziele und Einverständnis über gewählte Methoden und Vorgangsweisen zur Zielerreichung sind dabei sehr wichtig und benötigen regelmäßige Absprachen und Feedbackgespräche.

 

Gesundheitsförderung und Gesundheitsprävention

Das Ziel der Ottawa-Charta ist die Gewinnung von Selbst- und Sozialwirksamkeit, der gerechte Zugang zu Ressourcen als Chance zur Verwirklichung eines guten Lebens und zur Förderung der Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht. (WHO, 1986) Ziele der Gesundheitsförderung sind die Stärkung der Selbstbefähigung, die Förderung der aktiven Partizipation, der Selbstwirksamkeit, des Kohärenzsinnes und die Stärkung der Widerstandskraft. (Keupp, 2017) Gesundheitsförderung soll allen Menschen einen Zugang zu spezifischen Ressourcen ermöglichen, welche die Entwicklung ihres Gesundheitspotentials unterstützen und fördern. (Keupp, 2017) In Bezug auf dieses Konzept sollen alle jungen Familien die Möglichkeit bekommen, psychosoziale Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen zu können. Durch ein kostenfreies Beratungsangebot vor Ort in einer Kinderarztpraxis kann ein chancengerechter Zugang zu dieser Form der Ressource ermöglicht werden.

Quellen:

Ainsworth, MDS. (1977). Skalen zur Erfassung mütterlichenVerhaltens. Feinfühligkeit versus Unempfindlichkeit gegenüber den Signalen des Babys. In: Grossmann KE (Hrsg) Entwicklung der Lernfähigkeit in der sozialen Umwelt. 98-107. München: Kindler.

Baumann-Hölzle, R. & Wils, J.-P. (2013). Mantelbüchlein Medizinethik I. Basiswissen - Grundsatzthemen zur Weiterbildung von Fachpersonen in Medizin und Pflege. Zürich/Basel/Genf: Schulthess.

Benz, M. & Scholtes, K., (2015) Von der normalen Entwicklung zur Entwicklungskrise. In M. Cierpka (Hg). Regulationsstörungen – Beratung und Psychotherapie für Eltern mit kleinen Kindern. 1-14. Berlin/Heidelberg: Springer.

Biancuzzo, M. (2005). Stillberatung. Mutter und Kind professionell unterstützen. S.7-9 München: Urban & Fischer.

Bock, J. (2019) Neurobiologische und epigenetische Auswirkungen perinataler Stresserfahrungen auf die Entwicklung von Gehirn und Verhalten. In K.H. Brisch (Hg). Familien unter Hoch-Stress. 47-72 Stuttgart: Klett-Cotta.

Bock, J. (2018). Epigenetik - Neurobiologische und epigenetische Auswirkungen von per- und postnatalen Stresserfahrung auf die Entwicklung von Gehirn und Verhalten: Neue Erkenntnisse aus der (tier)experimentellen Forschung. 1. Early Life Care Konferenz. Salzburg. [11.05.2018]

Early Life Care. (2020). Verfügbar unter:  https://www.earlylifecare.at/ [14.02.220]

Gießelmann, K. (2016). Deutsches Ärzteblatt. Frühkindliche Ernährung: Die ersten 1000 Tage entscheiden (43). Von Frühkindliche Ernährung: Die ersten 1000 Tage entscheiden. Verfügbar unter:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/183216/Fruehkindliche-Ernaehrung-Die-ersten-1000-Tage-entscheiden [14.02.2020]

Keupp, H. (2017). Reflexive Sozialpsychologie - Gesundheitsprävention. Early Life Care Seminar. Lehrgangsstufe I. [03.04.2017]

Klingenberger, H. & Ramsauer, E. (2017). Biographiearbeit als Schatzsuche. München: Don Bosco.

Kruppa, K. (2018). Beratung und Therapie in der frühen Kindheit. Early Life Care Seminar. Vertiefungs - Lehrgangsstufe II. Salzburg.

Levenson, J. & Sweatt, J. (2005). Epigenetic mechanisms in memory formation. Nature Reviews. Neuroscience (6), 108-118.

Nissen, R. Gabler Wirtschaftslexikon. Definition Fachkompetenz. Verfügbar unter: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/fachkompetenz-35751/version-259226  [14.02.2020]

Ochs, M., Orban, R., Crone, I. & Ling, A. (kein Datum). Bundesinitiative frühe Hilfen. Netzwerke frühe Hilfen systemisch verstehen und koordinieren, Qualifizierungsmodul: https://docplayer.org/60866485-Netzwerke-fruehe-hilfen-systemisch-verstehen-und-koordinieren-qualifizierungsmodul.html [14.02.2020]

Papousek, M., (2015) Regulationsstörungen der frühen Kindheit: Klinische Evidenz für ein neues diagnostisches Konzept. In Papousek, M., Schieche, M. & Wurmser, H. (Hg). Regulationsstörungen der frühen Kindheit. (3. Aufl.). 77-110. Bern/ Göttingen/Toronto/Seattle: Hans Huber.

Posner, M. & Rothbart, M. (2000). Developing mechanisms of self-regulation (Bd. 12). D. Psychopathol. (Hrsg.). 427-441. Berlin/Heidelberg: Springer.

Schulz von Thun, F. (2013). Miteinander reden: Das „Innere Team“ und situationsgerechte Kommunikation (8. Aufl.). Reinbek: Rowohlt.

Stadlmeyer, W., Cignacco, E., Surbek, D. & Büchi, S. (2009). Screeninginstrumente zur Erfassung von Befindlichkeitsstörungen nach Geburt. Die Hebamme (22), 13-19.

Von Humboldt, W., zitiert nach Stock, M. & Riebenbauer, E. (2014). Wegweiser durch das Thema der (Selbst-) Reflexion. Graz: Institut für Wirtschaftspädagogik.

World Health Organisation (WHO). (1986). Ottawa Charta. Verfügbar unter:  http://www.euro.who.int/__data/assets/pdf_file/0006/129534/Ottawa_Charter_G.pdf?ua=1 [14.02.2020]

Wucher, A. & Rinner, C. (2019). Regionale Netzwerkarbeit für frühe Hilfen . Early Life Care Seminar. Lehrgangsstufe III. Handout 39-69. Salzburg. [11.05.2019]

Ziegenhain, U., Künster, A.-K., Gebauer, S., Ziegel, B. & Fergert, J. (2016). Lernprogramm Baby-Lesen: Übungsfilme mit Begleitbuch für die Beratung von Eltern (2. Aufl.). Stuttgart: Hippokrates.

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